Feuerwehr
Notrufzentrale – nicht nur für Mainz
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Neue Ausstattung für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Der Schutz der Bevölkerung ist eine zentrale Aufgabe der Landeshauptstadt Mainz. Neben dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz gehört dazu vor allem der Katastrophenschutz. Er sorgt dafür, dass die Stadt auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig bleibt – sei es bei einem Bombenfund mit Evakuierungen, bei Hochwasser, Stromausfällen, extremen Wetterlagen oder großen Bränden. Zuständig für diese wichtige Pflichtaufgabe ist die Feuerwehr Mainz. Sie ist nicht nur Einsatzorganisation, sondern auch das Amt, in dem der gesamte Bevölkerungsschutz der Stadt organisiert und koordiniert wird.
4 neue Notfall-Krankentransportwagen mit modernster medizinischer Technik
Im Jahr 2025 hat die Landeshauptstadt Mainz hier einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. 4 neue Notfall-Krankentransportwagen (NKTW) wurden an die in Mainz tätigen Hilfsorganisationen übergeben: ASB, DRK, MHD und JUH. Diese Fahrzeuge gehören nicht zum öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst, sondern sind speziell für den Einsatz im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz vorgesehen. Sie sind mit modernster medizinischer Technik ausgestattet, darunter Beatmungsgeräte und EKG-Systeme. So können auch schwer verletzte oder schwer erkrankte Menschen in einer Krisenlage sicher versorgt und transportiert werden.
Moderne Technik, starke Helfer
Millionen Euro sollen bis 2029 in den medizinischen Katastrophenschutz zu investiert werden.
Fördermittel des Landes
Der Gesamtwert der 4 Fahrzeuge liegt bei 856.000 Euro. Ein Teil dieser Summe wird durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz getragen. Den Rest finanziert die Landeshauptstadt Mainz. Gemeinsam haben Land und Stadt ein Ziel:
Bis 2029 rund 9 Millionen Euro in den medizinischen Katastrophenschutz zu investieren.
Dazu gehören weitere Fahrzeuge, Anhänger und Geräte, die nach und nach beschafft werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass künftig alle Fahrzeuge einheitlich ausgestattet sind. Das erleichtert die Zusammenarbeit im Ernstfall und macht die Hilfe schneller und sicherer.
Notfall-Energie-Sets wurden angeschafft.
Einsatzfähig auch bei Stromausfall
Neben den NKTW hat die Stadt außerdem 8 sogenannte Notfall-Energie-Sets angeschafft. Sie bestehen aus Stromaggregaten sowie Licht- und Heizsystemen und sichern die Arbeit der Katastrophenschutzeinheiten, wenn der Strom ausfällt. Damit sind die Einsatzkräfte in Mainz auch auf längere Ausfälle der Energieversorgung vorbereitet.
ehrenamtliche Einsatzkräfte in Mainz.
Menschen machen Katastrophenschutz
Katastrophenschutz bedeutet jedoch nicht nur Technik. Die wichtigste Rolle spielen die Menschen, die sich hier engagieren. In Mainz sind das rund 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, unterstützt von hauptamtlichen Kräften. Sie stellen sicher, dass im Notfall sofort Hilfe geleistet werden kann – sei es beim Transport von Menschen aus einer Gefahrenzone oder bei der Betreuung in Notunterkünften.
Schnelleinsatzgruppe Verpflegung
Die Landeshauptstadt Mainz ist sich ihrer Pflichtaufgabe Katastrophenschutz bewusst und übernimmt diese Verantwortung konsequent. In den letzten Jahren wurden Strukturen gestärkt und neue Einheiten aufgebaut. Ein Beispiel ist die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG-V), die 2025 als erste eigene Regieeinheit der Stadt seit 2011 in Dienst gestellt wurde. Sie sorgt dafür, dass im Katastrophenfall bis zu 300 Menschen zuverlässig mit warmen und kalten Mahlzeiten versorgt werden können – ein unverzichtbarer Beitrag, wenn viele Einsatzkräfte im Einsatz sind oder die Bevölkerung in Notunterkünften betreut werden muss.
Bestmöglicher Schutz für die Bevölkerung
Der Katastrophenschutz in Mainz zeigt, dass eine gute Vorbereitung viele Gesichter hat: moderne Fahrzeuge, funktionierende Technik, klare Strukturen und vor allem engagierte Menschen. Mit den Investitionen der kommenden Jahre schafft die Stadt die Grundlage, auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben und die Bürger:innen bestmöglich zu schützen.