Fördermittelmanagement
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Erfolgreiche Vernetzung in Europa
Im Jahr 2025 stand die strategische Vernetzung des Dezernats auf europäischer Ebene im Mittelpunkt. Besonders bedeutend war hierbei die engere Verzahnung mit den Mainzer Städtepartnerschaften, allen voran Dijon in Frankreich.
Um die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, wurde ein gemeinsamer Antrag für ein EU-Kulturprojekt eingereicht. Dieses Vorhaben soll als starkes Zeichen für grenzüberschreitende Kooperationen dienen und neue Perspektiven für Austausche sowie nachhaltige Partnerschaften öffnen.
Darüber hinaus ist vorgesehen, Ende 2025 / Anfang 2026 einen City-to-City-Austausch mit der Stadt Vantaa in Finnland durchzuführen, mit dem Ziel, eine EU-Fördermittelstrategie für Mainz zu erarbeiten.
Aussicht auf EU-Fördermittel
Gleichzeitig gab es zahlreiche weitere europäische Begegnungen – auf Konferenzen, in bilateralen Gesprächen und in verschiedenen weiteren Austauschformaten. Diese Aktivitäten sollen die Basis für richtungsweisende künftige
EU-Kooperationen bilden, den Austausch über Best Practices und die Identifikation gemeinsamer Fördermöglichkeiten unterstützen.
Im Zuge dessen prüft das Dezernat auch verschiedene europäische Netzwerke, darunter ICLEI (Local Governments for Sustainability), dem die Landeshauptstadt Mainz voraussichtlich Anfang 2026 beitreten wird. ICLEI unterstützt Kommunen bei der Entwicklung innovativer Projekte in den unterschiedlichen Themenfeldern der nachhaltigen Stadtentwicklung und hilft bei EU-Förderungen, etwa bei der Suche nach Projektpartnern.
Diese Schritte markieren bedeutende Meilensteine für das Dezernat, da Mainz sich so stärker sichtbar und präsenter in Europa positionieren kann und europäische Kooperationen künftig auf konkrete, messbare Ergebnisse ausgerichtet werden.
Förderprojekte und Finanzierungen
Das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), welches das Dezernat seit 2023 intensiv begleitet, befindet sich in der Umsetzungs- und Auszahlungsphase. Von den über 10 im Projekt vorgesehenen Maßnahmen wurde bereits der Großteil lange vor dem Schlusstermin umgesetzt. Dazu zählen bspw. das Förderprogramm Solarspeicher und die Umrüstung auf LED-Beleuchtung an Mainzer Schulen.
Außerdem konnten im Rahmen des Förderprogramms „Modellvorhaben Innenstadt-Impulse“ des Landes Rheinland-Pfalz Mittel eingeworben werden, welche zur Belebung der Mainzer Innenstadt beitragen. Darunter fallen Maßnahmen wie Pop-up-Flächen für
Start-ups, die Erprobung innovativer Quartierskonzepte sowie die Umsetzung neuer Innenstadtfestivitäten rund um die Weihnachtszeit.
Nicht zuletzt wurden Recherchen und Informationsaufbereitungen zu möglichen Förderprogrammen an die Fachstellen weitergereicht sowie neue Finanzierungswege für Projekte ermittelt und vermittelt.
Um ein Beispiel zu nennen, befindet sich das Dezernat VII in Gesprächen mit der Europäischen Investitionsbank (EIB), um für ein größeres Bauvorhaben eine günstige Finanzierung zu erhalten. Die Finanzierung über die EIB und die damit einhergehende Sichtbarkeit kann auch bei Landes- und Bundesförderungen den Ausschlag für eine positive Bewilligung geben.
Erste Fördermittelkonferenz im August 2025
Das Dezernat VII hat im August 2025 eine erste Fördermittelkonferenz erfolgreich organisiert und durchgeführt, welche den Austausch sowie die Vernetzung der kommunalen Fördermittelakteure eventuell zum Ziel hatte. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Ämtern und stadtnahen Gesellschaften (Mainzer Stadtwerke AG, Wohnbau Mainz etc.). Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf dem EU-Förderbereich, da hier der größte Bedarf nach weiteren Informationen besteht.
Geplant ist, die Konferenz zukünftig jährlich durchzuführen, unter anderem mit dem Ziel, das Netzwerk weiter auszubauen.