;

Neues Kapitel für das Gutenberg-Museum: Bau, Umzug, Innovation

Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025

Die Zukunft hat begonnen: Neubau und Modernisierung des Gutenberg-Museums

Ein Jahrhundertprojekt in der Mainzer Stadtgeschichte ist der Neubau und die Modernisierung des Gutenberg-Museums – ein Projekt, bei dem komplexe Fragestellungen bearbeitet werden, viele Fachdisziplinen beteiligt sind und eine stadtweite Beteiligung und Mitarbeit erforderlich ist. Dies alles zum Erreichen des gemeinsamen Ziels: Es soll ein modernes Museum entstehen, das dem „Man of the Millennium“ Johannes Gutenberg und seiner Erfindung in allen Aspekten Rechnung trägt. Für den geplanten Neubau wird der Schellbau, das bisherige Ausstellungsgebäude, abgerissen.

Während der Bauzeit ist das Gutenberg-Museum zu Gast im Naturhistorischen Museum. Am 23. November 2024 öffnete die Interimsausstellung „Gutenberg-Museum MOVED“ die Türen für das Publikum. Bereits am ersten Eröffnungswochenende besuchten mehr als 2.000 Gäste die neue Ausstellung.

Erfolgreicher Umzug

Bevor jedoch die Interimsausstellung feierlich eröffnet werden konnte, mussten umfangreiche Umzüge organisiert werden, die unter anderem hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen mussten. Das gesamte Umzugsgut wurde aus dem Gebäudeensemble am Liebfrauenplatz an 6 verschiedene Ziele zur Einlagerung gebracht. Das Team des Gutenberg-Museums zog hierbei in das neue so genannte Gutenberg-Carré am Ernst-Ludwig-Platz. 

Schlüsselübergabe erfolgt

Auch baulich wurden im Jahr 2024 schon einige Vorbereitungen getroffen. So wurden unter anderem Bauteilöffnungen getätigt, um historische und statische Untersuchungen am benachbarten Gebäude „Hotel Schwan“ durchzuführen. 

Am 15. Januar 2025 wurde dann das seit 1962 als Ausstellungshaus des Weltmuseums der Druckkunst genutzte Gebäude – der sogenannte Schellbau – in einem offiziellen Akt an die Gebäudewirtschaft Mainz übergeben. Diese Schlüsselübergabe bildete den Startschuss für die ersten Rückbauarbeiten. Darunter der Rückbau der gläsernen Einhausung des Verbindungsbaus zur Bergung der Spolien, beispielsweise die historischen Sandsteingewände und Konsolen. 

Ein Zaun, der verbindet

Mit der Einrichtung der Baustelle und der damit verbundenen Aufstellung des Bauzaunes im Mai 2025 wurde der erste sichtbare Meilenstein genommen. Kommunikativ wurde daraufhin der Bauzaun mit informativen Baustellenbannern bespielt. Die Inhalte der einzelnen Banner liefern Informationen zu Gutenberg und dem Neubau. 

Mit der Bekanntgabe, dass der Neubau des Gutenberg-Museums als eine wirtschaftlich vertretbare Variante für eine Förderung nach dem Landeshauptstadtansatz angesehen wird, konnte im Mai 2025 auch der Start der eigentlichen Abbrucharbeiten des Schellbaus mit der Entkernung und Schadstoffsanierung beginnen. Mit einem letzten Rundgang im August 2025 wurde ein letzter Blick in das Gebäude geworfen, bevor es Zug um Zug niedergelegt wird. 

Gute Nachrichten

Parallel zu den Arbeiten vor Ort wurden und werden selbstverständlich auch die Planungen für den Neubau sowie für die inhaltliche Neuausrichtung der Szenografie vorangetrieben. Im November 2024 konnte die Vorentwurfsplanung bereits den städtischen Gremien und der Bürger:innenschaft vorgestellt werden. Für die Szenografie erfolgte im September 2024 die erfreuliche Nachricht, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages das Projekt „Gutenberg-Museum – Szenografiekonzept“ als grundsätzlich förderwürdig im Förderprogramm „KulturInvest“ ausgewählt hat.

„Die Fortschritte sind inzwischen deutlich zu erkennen und es geht zügig voran. Die Arbeit der letzten Jahre wird langsam sichtbar“, freut sich Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse über den Projektfortschritt.

Zahlen, die das Projekt greifbar machen

6.200 m²

Fläche für den Neubau.

4

Geschosse hat der markante Neubauentwurf des Architekturbüros h4a

21.220 m³

umbauter Raum werden rückgebaut

1.000

Umzugskartons wurden gepackt.