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Ein Quartier für Wohnen, Biotechnologie und Zukunft

Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025

Ehemalige GFZ-Kaserne: Ein neues Stadtquartier entsteht

Die Bundeswehr verfolgte schon seit einigen Jahren den Plan, die GFZ-Kaserne An der Goldgrube/Freiligrathstraße aufzugeben. Im Juni 2023 erfolgte letztlich der Umzug der Bundeswehr in die Kurmainz-Kaserne und Anfang 2024 die Rückgabe des Geländes an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). 

Kaufvertrag abgeschlossen

Im August 2025 konnte nach intensiven Verhandlungen nun der Kaufvertrag über das Gelände der ehemaligen GFZ-Kaserne zwischen der BImA und der Grundstücksverwaltungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (GVG) geschlossen werden. Die GVG als 100%ige Tochter der Landeshauptstadt Mainz übernimmt die Entwicklung des Quartiers.

Biotechnologie und Wohnraum

Eine lange Wegstrecke, die ihre Anfänge im Jahr 2006 nahm, endete mit einem Vertragswerk, welches der Landeshauptstadt Mainz stadtplanerisch wertvolle neue Potenziale eröffnet. Damit kann nun die Entwicklung des neuen Stadtquartiers zu einem lebendigen, modernen und nachhaltigen Wohn- und Biotechnologiestandort forciert werden.

Das Gelände der GFZ-Kaserne wird ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung im Bereich des bezahlbaren Wohnraums, aber auch für die Weiterentwicklung des Zukunftsstandorts Mainz. Die GVG hat seit dem Jahr 2011 eine Teilentwicklung des Geländeriegels entlang der Goldgrube mit der Ansiedlung der Unternehmen Ganymed Pharmaceutical und BioNTech begonnen. Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Biotechnologie soll auf weiteren Flächen im Gebiet ermöglicht werden.

Ein neues Zentrum für die Oberstadt

Mit der Entwicklung des neuen Stadtquartiers wird aber nicht nur zusätzlicher Wohnraum mit rund 450 neuen Wohneinheiten und Entwicklungspotenzial für die Biotechnologie geschaffen. Es ist auch eine Chance für die Oberstadt, denn 

  • mit neuen Angeboten des Lebensmitteleinzelhandels, 
  • der Ansiedlung der Ortsverwaltung und
  • weiteren ergänzenden Angeboten 

kann ein neuer Stadtteilmittelpunkt für die Oberstadt mit ausreichender Grünversorgung und Grünvernetzung entstehen. Daher wird insbesondere die Oberstadt vom neuen Quartier profitieren.

Diese stadtplanerischen Ziele wurden im Zuge eines zeitlich parallel zu den Vertragsverhandlungen durchgeführten städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs in einen städtebaulichen Entwurf umgesetzt. Sie sollen mit dem laufenden Bebauungsplanverfahren „Neues Stadtquartier ehemalige GFZ-Kaserne (O 53)" in Baurecht gegossen werden. Parallel hierzu wird das Verfahren zur Änderung Nr. 13 des Flächennutzungsplanes betrieben.

450

neue Wohneinheiten soll das neue Stadtquartier bieten.