Urban. Sicher. Nachhaltig. Mobilität für Mainz
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Moderne Trams und sicherer Fußverkehr: nachhaltige, sichere und attraktive Mobilität in Mainz
Im Bereich Verkehr und Mobilität wurden 2024 bis 2025 mehrere richtungsweisende Projekte vorangetrieben, die maßgeblich zur Modernisierung der Infrastruktur und zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung beitragen.
Fußverkehrs-Check und Schulmobilitätspläne „besser zur Schule“
Im Rahmen des vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Fußverkehrs-Checks erfolgt eine umfassende Untersuchung der Fußwegesituation im Sommer 2025 in der Neustadt. Bürger:innen sowie Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung analysieren zusammen Schwachstellen wie zu schmale Gehwege, fehlende Querungsmöglichkeiten und Sicherheitsmängel an zentralen Straßen.
In mehreren Workshops und Begehungen werden Verbesserungen erarbeitet, die die Aufenthaltsqualität erhöhen und sichere Wege fördern sollen. Parallel arbeitet die Stadt an integrierten Schulmobilitätsplänen für die Schulen entlang der Hechtsheimer Straße (IGS Europa, Theresianum, Gymnasium Oberstadt).
Ziel ist es, durch „Stadtspaziergänge“ mit Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften sichere, nachhaltige Schulwege zu gestalten, den Bring- und Holverkehr zu reduzieren und die aktive Mobilität zu stärken.
Beide Projekte verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der Bürgerbeteiligung und fachliche Expertise vereint, um Mainz zu einer fußverkehrs- und kinderfreundlicheren Stadt zu machen.
Straßenbahnausbau und Neubeschaffung
Im April 2025 wurde mit der Beschlussfassung zur Vorzugsvariante zum Straßenbahnausbau in der Innenstadt (Teilprojekt 2) ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Die geplante Straßenbahnstrecke soll vom Schillerplatz über Höfchen, Flachsmarkt, Große Bleiche und Rheinallee bis zum Zollhafen führen und integriert wichtige Innenstadtbereiche wie Ludwigstraße, Schusterstraße und Goethestraße. Diese Variante stärkt die Verbindung zwischen Altstadt und Neustadt maßgeblich.
Parallel wird die Vorzugsvariante für Teilprojekt 3 weiter ausgearbeitet, die eine Trasse von der Uniklinik in Richtung Oberstadt/Heiligkreuz-Viertel bis nach Weisenau und Hechtsheim vorsieht. Ergänzend hat die Mainzer Mobilität im Mai 2025 die Beschaffung von 22 neuen Straßenbahnen der Firma Škoda beschlossen.
Die modernen, barrierefreien Trams mit Platz für je 258 Fahrgäste werden zwischen 2028 und 2030 geliefert und tragen zur Kapazitätssteigerung und Modernisierung des Mainzer ÖPNV bei. Die Investition liegt bei rund 100 Millionen Euro, mit finanzieller Unterstützung von Stadt, Land und Mainzer Stadtwerken.
Diese kombinierte Fokussierung auf Fußverkehrsförderung und Ausbau der Straßenbahn unterstreicht das Engagement der Landeshauptstadt Mainz für eine nachhaltige, sichere und attraktive Mobilität im urbanen Raum.