Unser Weg zur nachhaltigen Wärme
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Kommunale Wärmeplanung für Mainz
Die kommunale Wärmeplanung ist ein Konzept, bei dem Städte und Gemeinden strategisch planen, wie sie ihre Gebäude langfristig umweltfreundlich und effizient beheizen können.
Ziel ist es,
- Energie einzusparen,
- erneuerbare Energien zu nutzen und
- Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Vier Phasen der Mainzer Wärmewende
Sie beruht auf dem Wärmeplanungsgesetz, das seit dem 1. Oktober 2024 in Kraft ist und Kommunen unterstützt, ihre Wärmeversorgung besser zu koordinieren und Investitionen gezielt zu steuern. Das Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung bietet eine Orientierungshilfe mit dem Ziel der größtmöglichen Planungssicherheit für Bürger:innen und Energieversorger.
Die kommunale Wärmeplanung ist eine zentrale Maßnahme der Mainzer Wärmewende. Sie gibt Empfehlungen für den Ausbau von Wärmenetzen sowie für dezentral versorgte Gebiete. Die Planung in Mainz ist im Januar 2025 gestartet und soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein. Der gesetzlich festgelegte späteste Abgabetermin ist der 30. Juni 2026. Im Prozess werden insgesamt vier Phasen durchlaufen:
1. Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse ist der erste Schritt der kommunalen Wärmeplanung. Sie liefert ein umfassendes Bild der aktuellen Wärmeversorgung und des absehbaren Wärmebedarfs. Die Analyse ist die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte.
3. Szenarioentwicklung
Die Wärmeplanung legt klare Ziele fest, wie die Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung schrittweise erfolgen können. Dies umfasst unter anderem die Identifizierung von potenziellen Wärmenetzgebieten.
2. Potenzialanalyse
Die Potenzialanalyse zeigt, welche erneuerbaren Energiequellen und Einsparmaßnahmen in Mainz möglich und sinnvoll sind. Sie ist die Grundlage für die klimafreundliche Wärmeversorgung der Landeshauptstadt Mainz. Folgende Fragen werden beantwortet:
- Was sind mögliche Wärmequellen und Wärmespeicher?
- Wo eignet sich ein Wärmenetz?
- Welche anderen Netze müssen ausgebaut werden?
- Wo lässt sich Energie einsparen?
4. Umsetzungsstrategie
Um die definierten Ziele zu erreichen, werden konkrete Maßnahmen entwickelt, etwa der Ausbau von Fernwärmenetzen, technische Machbarkeitsstudien, die Nutzung von Abwärme oder der Einsatz von anderen erneuerbaren Energien.
Wer ist in Mainz am Prozess beteiligt?
- Stadtverwaltung Mainz mit verschiedenen Ämtern: Koordinierende Stelle in der Abteilung Klimaschutz und Klimaanpassung
- Mainzer Stadtwerke AG
- Regionale Akteur:innen: Industrieunternehmen, Wohnungswirtschaft und Bürger:innen
- Politische Vertreter:innen
- Externe Fachakteur:innen und Planungsbüros