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Klimaanpassungsstrategie in Mainz

Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025

Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie in Mainz

Die Landeshauptstadt Mainz gehört durch ihre Lage im Oberrheingraben und im Rhein-Main-Gebiet sowie durch die historisch gewachsene dichte Stadtstruktur mit wenigen Grünflächen zu den thermisch höchstbelasteten Städten Deutschlands.

Einzelmaßnahmen zusammenfassen, Lücken erkennen und schließen

Mainz hat erkannt, dass sowohl Maßnahmen, die der Erderwärmung entgegenwirken (Klimaschutz), als auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erforderlich sind. Demnach wurde seit 2023 eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erarbeitet. Ziel war die Verknüpfung bestehender Einzelmaßnahmen, beispielsweise aus dem Landschaftsplan, aus der Biodiversitätsstrategie und aus der Bauleitplanung, mit neuen Maßnahmen sowie das Identifizieren und Schließen von Lücken. Partizipation und Kommunikation, Bewusstseinsbildung, Planung, Beratung, Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit waren dabei wesentliche Bausteine des Projekts.

2025 wurde die Strategie der Landeshauptstadt Mainz zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erfolgreich abgeschlossen und in die Umsetzung überführt. Nach der Vorstellung im Ausschuss für Umwelt, Grün und Energie am 22. Januar 2025 sowie im Klimaschutzbeirat am 28. Januar 2025 beschloss der Stadtrat am 5. Februar 2025 die Klimaanpassungsstrategie. 

Die Abschlussveranstaltung fand am 13. Februar 2025 im Foyer des Stadthauses statt, bei der der Strategieprozess sowie die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Förderung der Schlüsselmaßnahmen

Seit April 2025 läuft die Förderung zur Umsetzung der 24 entwickelten Schlüsselmaßnahmen. Diese umfassen unter anderem:

  • Begrünung von Straßenräumen und Fassaden
    Durch die Begrünung von Straßenräumen und Fassaden wird die Luftqualität verbessert und das Stadtklima positiv beeinflusst.
  • Entsiegelung von Flächen
    Die Entsiegelung von Flächen fördert die Versickerung von Regenwasser und trägt zur Reduzierung von Starkregenfolgen bei.
  • Installation von Trinkwasserspendern
    Die Installation von Trinkwasserspendern an öffentlichen Plätzen fördert die Wasserversorgung und trägt zur Reduzierung von Hitzestress bei.
  • Schaffung von Angeboten bei Hitze im öffentlichen Raum
  • Entwicklung eines Hitzeaktionsplans
    Der Hitzeaktionsplan zielt darauf ab, die Bevölkerung vor den Auswirkungen von Hitzewellen zu schützen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Ein wichtiger Schritt war die Projektauftaktveranstaltung im Juni 2025, bei der sich die Projektleitungen der einzelnen Maßnahmen austauschten und die nächsten Arbeitsschritte festlegten.
Mit diesen Maßnahmen wird die Landeshauptstadt Mainz aktiv die Herausforderungen des Klimawandels angehen und die Stadt nachhaltig und klimaresilient gestalten.