Historisches Wahrzeichen auf sicherem Fundament
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Erfolgreich saniert: Sandfang unterhalb der Heunensäule
Von Anfang März bis Mitte Juni 2025 fehlt etwas auf dem Markt: die Heunensäule! Der markante Sandstein-Monolith ist schon über 1.000 Jahre alt. Auf den Mainzer Markt gelangte das Denkmal im Jahr 1975. Anlass war das 1000-jährige Domjubiläum.
Doch bei den Sanierungsarbeiten ging es in erster Linie nicht um die Säule selbst: Unterhalb der Heunensäule befindet sich ein Sandfang. Er dient zur Aufnahme von Sand und Schlamm, bevor das Abwasser in die Kanalisation abgeleitet wird. Ein Teilbereich des Sandfangs verläuft unterhalb der Pflasterfläche des belebten Marktes. Der andere Teilbereich dient als Auflager für die ca. 16 Tonnen schwere Heunensäule.
Standsicherheit und Aufrechterhaltung der Funktion des Bauwerks
Anlass für die Maßnahme waren Betonschäden am Sandfang, die im Zuge von Bauwerksuntersuchungen in den Jahren 2021 und 2022 festgestellt wurden. Sichtbare Abplatzungen, freiliegende Bewehrung sowie Chlorideinträge machten eine Instandsetzung zwingend erforderlich, um die Standsicherheit und langfristige Funktion des Bauwerks zu gewährleisten.
Die Maßnahme umfasste:
- die Sanierung des Sandfangbauwerks,
- die Instandsetzung des bestehenden Stahlbetonsockels sowie
- die Reinigung und Konservierung der Heunensäule.
Im Bauwerk selbst wurden Betonabtrag, Rissverpressungen und die flächige Herstellung eines Oberflächenschutzsystems durchgeführt. Der ursprünglich angedachte Neubau des Sockels konnte nach eingehender Untersuchung vermieden werden, da eine fachgerechte Ertüchtigung möglich war. Damit wurde sowohl wirtschaftlich als auch denkmalpflegerisch die sinnvollste Lösung umgesetzt.
Zusätzlich zu den eigentlichen Sanierungsarbeiten wurden auch begleitende Maßnahmen realisiert. Hierzu zählten die Herstellung einer neuen Kabeleinführung für die Weihnachtsbeleuchtung sowie die Ergänzung der Künstlersignatur an der Bronzeverkleidung des Sockels.
Bannerzeile mit Infos zur Heunensäule
Für diese Maßnahmen wurde die Heunensäule mittels eines Krans abgebaut, zwischengelagert, konservatorisch behandelt und anschließend wieder aufgestellt. Während der „Heunensäulen-losen“ Zeit informierten Bauzaunbanner über die Maßnahme und lieferten allerlei Wissenswertes zur Historie der markanten Säule und ihrer Bronze-Ummantelung, die der Bildhauer Gernot Rumpf geschaffen hatte.
Sportliches Zeitfenster
Die Durchführung erfolgte in einem eng bemessenen Zeitfenster vom 10. März bis 13. Juni 2025. Dieses Zeitfenster wurde bewusst gewählt, da der Markt ganzjährig für Wochenmärkte und Veranstaltungen genutzt wird.
Sämtliche Arbeiten wurden im vorgesehenen Zeitplan abgeschlossen, sodass der Marktplatz pünktlich zum Johannisfest wieder vollständig zur Verfügung stand. Auch in finanzieller Hinsicht blieb die Maßnahme im geplanten Rahmen.
Mit dem Abschluss der Arbeiten ist
- die Platzentwässerung dauerhaft gesichert,
- der denkmalgeschützte Sockel instandgesetzt und
- die historische Heunensäule fachgerecht konserviert.
Die Maßnahme zeigt, dass durch frühzeitige Planung und enge Abstimmung aller Beteiligten sowohl technische als auch denkmalpflegerische Anforderungen erfolgreich umgesetzt werden konnten.