Großsporthalle: Optimiertes Konzept der multifunktionalen Nutzung
Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025
Großsporthalle: Optimiertes Konzept der multifunktionalen Nutzung
Seit mehr als 30 Jahren wird in Mainz der Bau einer Großsporthalle diskutiert. Mehrere Anläufe insbesondere in den Jahren 1991 und 2013 blieben erfolglos, meist scheiterte es an der Finanzierung der Halle.
Auf Initiative von Finanz- und Sportdezernent Günter Beck wurde 2019 das Thema erneut aufgegriffen und der Stadtrat hat am 20.11.2019 den Grundsatzbeschluss für den Bau einer reinen Großsporthalle am Standort „Am großen Sand“ in Mainz-Mombach gefasst. Vorgesehen war eine Sporthalle mit einer Kapazität von bis zu 2.600 Zuschauern, vorrangig für Schul- und Vereinssport sowie Sportsonderveranstaltungen.
Zur Sicherstellung einer professionellen Begleitung des Vorhabens wurde zunächst die PD-Berater (Partnerschaft Deutschland) der öffentlichen Hand GmbH mit der Projektsteuerung und weiteren Beratungsleistungen beauftragt. Die daraufhin aufgenommenen Planungen haben inzwischen zu einer Kostenschätzung von rund 66 Millionen Euro geführt. Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation der Landeshauptstadt Mainz ist ein Bau in dieser Größenordnung nicht realisierbar.
Ein neuer Weg zum Ziel
Um dennoch die dringend benötigte Infrastruktur für den Schul- und Vereinssport zu schaffen und gleichzeitig eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu entwickeln, hat der Stadtrat am 1.10.2025 beschlossen, die Planungen in Richtung einer multifunktionalen Arena weiterzuentwickeln.
Die multifunktionale Nutzung eröffnet die Möglichkeit, neben Sport auch kulturelle Veranstaltungen, Konferenzen und Events auszurichten. Damit können zusätzliche Einnahmen erzielt und die Wirtschaftlichkeit der Halle erheblich verbessert werden. Zudem entsteht ein leistungsfähiges Zentrum mit großer Strahlkraft für Sport und Kultur in Mainz.
Aufbauend auf den vorliegenden Planungen hat die PD das Institut für Sportstättenberatung (IFS) beauftragt, sowohl das Baukonzept zu optimieren (u. a. durch modulare Nutzungsansätze) als auch ein tragfähiges Betriebskonzept mit Businessplan zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2025 vorliegen.