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Digitalisierungsprojekte

© Landeshauptstadt Mainz

Berichtszeitraum: Juli 2024 – Dezember 2025

Ausbau der Online-Services und Einführung der eAkte

Die Landeshauptstadt Mainz treibt seit Jahren im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) die Digitalisierung ihrer Verwaltungsdienstleistungen voran mit dem Ziel: Bürger:innen soll ein sicherer und medienbruch-freier elektronischer Zugang zur Behörde ermöglicht werden. Daher lag vor allem auch im Bürgeramt in den Jahren 2024 bis 2025 der Fokus auf der Digitalisierung von Dienstleistungen.

Online-Services – kontinuierlicher Ausbau

2025 konnten zahlreiche neue Online-Services veröffentlicht werden, darunter Dienste im sozialen Bereich wie Unterhaltsvorschuss, Blinden- und Eingliederungshilfe, die digitale Suchtberatung oder die Vaterschafts-/Mutterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung, aber auch aus anderen Bereichen wie „Ehe Online“ oder die digitale Einbürgerung.
Auch konnte der digitale Elterngeldantrag „ElterngeldDigital“ eingeführt werden. Es handelt sich hierbei um eine länderübergreifend genutzte Plattform, die werdenden Eltern eine Antragstellung von zu Hause aus ermöglicht. Doch nicht nur für Eltern besteht Grund zur Freude – parallel zum OZG-Projekt wurde bei der Elterngeldstelle die digitale Elterngeldakte eingeführt, sodass nun auch die Bearbeitung der Online-Anträge digital anstatt in Papierform durch die zuständigen Kolleg:innen erfolgen kann! Um die digitale Arbeit der Elterngeldstelle auf ein weiteres Level zu heben, soll künftig zudem eine Anbindung an das digitale Elterngeldregister erfolgen, aus dem Daten automatisiert abgerufen werden können. Das Land Rheinland-Pfalz plant hierzu mit der Landeshauptstadt Mainz im Zuge der sogenannten „Registermodernisierung“ ein Pilotprojekt durchzuführen. 
Weitere wichtige Services befinden sich bereits in der Umsetzung, beispielsweise der digitale Führerschein und der digitale Bauantrag. Damit wächst das Spektrum nutzerfreundlicher Online-Angebote kontinuierlich!

Digitale Kontaktaufnahme - ausgezeichnet und nachahmenswert

Nachmachen lohnt sich!

Zusammen mit dem E-Government im Hauptamt hat das Bürgeramt die Nachnutzung verschiedener sogenannter EfA-Dienste („Einer für alle“) in Mainz umgesetzt. Die einzelnen EfA-Dienste werden von einem Bundesland digital entwickelt und können sodann von den Kommunen deutschlandweit nachgenutzt werden kann. 

Gestartet ist das Bürgeramt mit den zahlreichen Dienstleistungen zum Aufenthaltstitel. Es folgten die Verpflichtungserklärung, die elektronische Wohnsitzanmeldung und die Einbürgerung. Die Antragsstrecken sind mehrsprachig verfügbar und werden durch das entwickelnde Bundesland kontinuierlich überarbeitet und weiterentwickelt. Alle Dienste werden von den Mainzer Bürger:innen sehr gut angenommen und rege genutzt. Nachmachen lohnt sich!

Auszeichnung mit dem GovDigital Sonderpreis

Für die rege Nutzung der EfA-Dienste wurde die Landeshauptstadt Mainz 2025 sogar ausgezeichnet: mit dem GovDigital Ko-Pionier-Sonderpreis der Initiative Re:Form - Allianz für den Staat von morgen. Dieser Preis würdigt Verwaltungen, die zukunftsweisende digitale Lösungen aus anderen Städten wie beschrieben übernehmen, diese an ihre eigenen Rahmenbedingungen anpassen und so nachhaltig Mehrwert schaffen. Die Auszeichnung stärkt Mainz in seiner Vorreiterrolle und setzt ein starkes Signal für die Nachnutzung erfolgreicher Digitalprojekte in der öffentlichen Verwaltung.

Digitale Kontaktaufnahme

Auch die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zur Ausländerbehörde im Bürgeramt wurden optimiert, statt einer E-Mail wird nun ein Kontaktformular angeboten. Dieses soll helfen, die Kommunikation besser zu steuern und den Informationsfluss zu verbessern. Auch hier hat sich das oben genannte Prinzip des Nachmachens bewährt. Bereits mehrere andere Ämter haben angefragt und wollen das Konzept ebenfalls für sich nutzen. 

Einführung der eAkte

Bereits seit einigen Jahren wird nach und nach die elektronische Akte innerhalb der Landeshauptstadt Mainz eingeführt.  Der Rollout geht nach einer Neuausrichtung seit 2024 nun mit deutlichen Fortschritten voran, dennoch ist die Einführung aufgrund der Größe der Verwaltung ein Mammutprojekt. 

In der Ausländerbehörde hat die Umsetzung aufgrund fehlender technischer Schnittstellen länger gedauert als gewünscht. Im Sommer 2024 konnte dann endlich nach erfolgreicher Schnittstellenerstellung und Optimierung mit der erforderlichen Programmierung begonnen werden. In der Zwischenzeit wurden bereits 11.000 Akten digitalisiert. Im Oktober 2024 startete dann die konkrete Projektplanung für die „heiße Phase“, welche für April bis Juli 2025 vorgesehen war. In dieser wurden Workshops gehalten, Konzepte in Feinkonzepte nachjustiert und Trainings für die Mitarbeitenden gehalten. 

Am 28. Juli 2025 war es dann endlich soweit: In der Ausländerbehörde kann nun aktiv mit der eAkte gearbeitet werden. Der digitale Posteingang und die Möglichkeit Kontaktanfragen und Online-Anträge einfach per Drag & Drop in die Akte ablegen zu können, erleichtern die Arbeit deutlich. Derzeit läuft der Aktenbetrieb noch hybrid:  die aktuell noch vorhandenen rund 20.000 Papierakten werden derzeit parallel zum Dienstbetrieb durch einen externen Dienstleister  nach und nach gescannt. Dennoch ist die Umstellung bereits jetzt für alle Mitarbeiter:innen ein großer Gewinn im Arbeitsalltag!

11.000

Akten wurden bis Ende 2025 in der Ausländerbehörde digitalisiert.20.000 weitere Akten der Ausländerbehörde werden sukzessive digitalisiert.